Ich weiß ja, dass die Systemtheorie für viele nicht so nachvollziehbar ist. Wahrscheinlich, weil sie von ihren Vertretern häufig komplizierter vorgetragen wird, als sie eigentlich ist. Im Grunde kann man sie beschreiben als eine Art Einteilung gesellschaftlicher Institutionen (Wirtschaft, Politik, Gesundheit, Gesellschaft, Justiz etc., aber auch das Individuum) in Einheiten oder Elemente. In ihrem Zusammenwirken bilden diese Elemente ein System mit Strukturen, indem sie sich selbst reproduzieren.
Wenn jetzt ein Systemtheoretiker ein gesellschaftliches Phänomen erklären möchte, betrachtet er das Phänomen selbst und seine Position innerhalb dieses Teilsystems, jenseits von den auferlegten Normen oder zugeschriebenen Charakteristiken der Gesellschaft.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Dass ein Systemtheoretiker den gesellschaftlichen Wandel, bedingt durch die Vernetzung des Internet, so klar auf den Punkt bringt, hat mich ziemlich überrascht. Im Grunde gehts vom Wandel des reinen Informationsmediums, zum Teilhabemedium (Web 2.0), zum unkontrollierbaren Machtmedium. Und an dieser Stelle wird’s gefährlich für die da oben ;)
“Bist du nicht willig, so brauch’ ich Geduld…”
16
Dez